E-Mobilität und Kraftstoff-Quotenhandel

Wenn Sie als Energieversorger sich in Ihrer Region in E-Mobilität engagieren und in die Ladeinfrastruktur investieren wollen, gibt es mit dem Kraftstoff-Quotenhandel eine finanziell interessante Möglichkeit, den Vertrieb von Strom und Gas profitabler zu gestalten. Für Strom und Gas, die ein Energieversorger als Kfz-Treibstoff an

  • öffentliche Strom- und Gastankstellen
  • Ladestationen für den kommunalen Fuhrpark und für den öffentlichen Nahverkehr, z. B. für gasbetriebene oder elektrische Omnibusse,
  • wallboxes für Elektrofahrzeuge in Privatimmobilien

liefert, kann er durch Teilnahme am Kraftstoff-Quotenhandel Zusatzerlöse in Höhe von ca. 12,00 €/MWh (Strom) und 10,00 €/MWh (Gas) generieren. Diese Zusatzerlöse erhält der Energieversorger durch einen Vertrag über die Übernahme einer CO2-Minderungsquote mit einem Mineralölunternehmen oder – bei kleineren Mengen – mit einem Zwischenhändler (Mehr hierzu: https://behrens-rechtsanwaelte.de/portfolio-item/kraftstoff-quoten-handel/).

Auftrieb gibt hierzu aktuell das Eckpunkte-Programm der Bundesregierung zum Klimaschutz, wonach die private Ladeinfrastruktur gefördert werden soll, weil der größte Teil der Strombetankung von E-Autos zu Hause oder am Arbeitsplatz erfolgt. Es wird also vermehrt Strom an wallboxes geliefert werden – ein deutliches Wachstumspotenzial, welches Energieversorger durch den Kraftstoff-Quotenhandel ertragbringend gestalten können.

Ein Berechnungsbeispiel:

Wenn ein Stadtwerk oder ein Regionalversorger 1.000 private E-Auto-wallboxes mit Strom beliefert, liegt der jährliche Zusatzerlös bei ca. T€ 24. Hinzu kommen die Zusatzerlöse für Strommengen aus den Ladesäulen, die der Energieversorger öffentlich zugänglich betreibt, und aus Ladeanschlüssen für einen städtischen E-Fuhrpark oder für Gas aus Tankstellen für gasbetriebene Omnibusse.