Absicherung gegen Risiken aus Kundeninsolvenzen

Unternehmensinsolvenzen nehmen zu. Betroffen hiervon sind jedes Mal die Lieferanten von Strom, Gas und Wärme sowie die Anbieter von Energiedienstleistungen. Für sie ist es wichtig, frühzeitig Sicherungsmaßnahmen gegen Forderungsausfälle und Insolvenzanfechtungen durchsetzen zu können. Dies verlangt allerdings Ergänzungen in den Lieferbedingungen und den Auftragsbedingungen, die durch das – ziemlich komplexe – Insolvenzrecht veranlasst sind. Außerdem müssen entsprechende Prozesse im Forderungsmanagement implementiert werden.

Hierin liegt unsere besondere Expertise und Erfahrung.

Energieversorger möchten sich tendenziell von Gewerbe- und Industriekunden, auch wenn diese zahlungsauffällig werden oder sich erkennbar in einer insolvenzkritischen Situation befinden, nicht trennen. Eine insolvenzsichere Weiterbelieferung in dieser Situation ist durchaus möglich. Die Rechtsprechung knüpft dies an Voraussetzungen, die vom Lieferanten oder Dienstleister unbedingt eingehalten werden müssen, um sich nicht einem erhöhten Ausfallrisiko und einem Insolvenzanfechtungsrisiko auszusetzen.

Das Insolvenzanfechtungsrisiko ist das gefährlichste, weil es versteckt ist. Energieversorger und Energiedienstleister können von einem Insolvenzverwalter, wenn ein Kunden-Unternehmen im Einzelfall in Insolvenz gefallen ist, auf Rückzahlung vereinnahmter Zahlungen für Energielieferungen und Energiedienstleistungen im Umfang von mehreren Monaten oder gar Jahren in Anspruch genommen werden. Dieses Risiko beläuft sich schnell auf mehrere hunderttausend oder Millionen Euro. Die häufig geübte Praxis der Energielieferanten, einseitig auf Vorauszahlung umzustellen, ist der falsche Weg. Denn die zugrunde liegende Vorauszahlungsklausel ist selbst anfechtbar und außerdem rechtsunwirksam, so dass derartige Vorauszahlungen komplett vom Insolvenzverwalter zurückverlangt werden können.

Die rechtlichen Tools, um dieses Risiko rechtssicher in den Griff zu bekommen, sind in den branchenüblichen Lieferbedingungen und Auftragsbedingungen nicht enthalten und müssen dort ergänzt werden. Dieser Schritt ist unverzichtbar.

Es ist eine Frage der Schmerzgrenze, in welchem Umfang der Cashflow durch Forderungsausfälle und Insolvenzanfechtungen belastet werden muss, dass sich die kaufmännische Geschäftsleitung eines Energieversorgers oder Dienstleisters dazu entschließt, Sicherungsmechanismen einzuziehen. Wir verfügen über eine umfassende Expertise, wie Forderungsausfälle reduziert und Insolvenzanfechtungen vermieden werden können.