Eigentor bei Wärmelieferungen an Wohnungswirtschaft

Wenn es für Energielieferanten eine echte Spaßbremse gibt, dann die Insolvenz von größeren Gewerbekunden – Dies kann das gesamte Vertriebsergebnis verhageln!
Zum Beispiel bei Wärmelieferungen an Grundstücksgesellschaften oder Unternehmen der Wohnungswirtschaft.

Lieferungen von Fernwärme oder Nahwärme an größere Liegenschaften wie Gewerbeobjekte und Mietobjekte von Wohnungsgenossenschaften oder im Rahmen von Quartierslösungen können sich für Energieversorger als Eigentor erweisen und tiefe Löcher in die Ertragszahlen aus der Wärmelieferung reißen.

Und zwar immer dann, wenn die Zahlungen für die Wärmelieferungen nicht von der Grundstücksgesellschaft, der Wohnungsgenossenschaft oder der Eigentümergemeinschaft selbst eingehen, sondern von einer eingeschalteten Objektverwaltung. Häufig realisiert der Energieversorger gar nicht, dass die Zahlungen nicht direkt vom Kunden kommen. Und erst recht wird ein Energielieferant mit einer solchen Situation konfrontiert, wenn der Kunde seinen Sitz im Ausland, etwa als Immobilienfonds in Luxemburg oder auf den Cayman Islands, hat und die Verwaltung des Objektes von einer örtlichen Hausverwaltung erledigt wird.

Der Wärmelieferant vereinnahmt diese Zahlungen und freut sich über die Erträge. Gerät aber sein Kunde in Insolvenz, muss der Lieferant sämtliche dieser Zahlungseingänge – sog. Drittzahlungen – an den Insolvenzverwalter zurückzahlen, und zwar rückwirkend bis zu vier Jahre. Ein echtes Eigentor!

Hier ist die richtige Abwehr gefragt – Behrens Rechtsanwälte sind deutschlandweit das einzige Beratungsunternehmen, welches Energieversorgern in einer solchen Situation zur Insolvenzfestigkeit der Zahlungen verhelfen kann. Denn wir als Spezialisten im Insolvenzrecht haben den Kniff gefunden, wie solche „Drittzahlungen“ insolvenzfest gestaltet werden können.

Leipzig, den 16.07.2019